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Was gilt es zu beachten, wenn Kinder unter einer Pollenallergie leiden?

Was gilt es zu beachten, wenn Kinder unter einer Pollenallergie leiden?

vor 11 Monaten
 

Eine unbehandelte Pollenallergie kann innerhalb kürzester Zeit zu chronischem Asthma führen. Deshalb sollte eine Pollenallergie bei Kindern nicht auf die leichte Schulter genommen und bei den ersten Anzeichen unmittelbar die richtigen Maßnahmen ergriffen werden.

Sommerzeit heißt Leidenszeit für Pollenallergiker: Die Nase läuft, die Augen brennen und ständig muss man niesen. In einigen Fällen kommen sogar Schlafstörungen und Atemnot dazu. Immer häufiger leiden auch Kinder an einer Allergie. Bleibt eine Pollenallergie unbehandelt, kann dies zu chronischem Asthma führen, was die Lebensqualität ein Leben lang erheblich einschränken würde. Deshalb ist es wichtig, bei ersten Anzeichen direkt etwas dagegen zu unternehmen.

Symptome von Heuschnupfen erkennen

Es ist nichts Besonderes, dass Kindern hin und wieder die Nase läuft. Ein erkältungsbedingter Schnupfen tritt bei den Kleinen häufiger auf, da deren Immunsystem noch nicht so stark ausgebildet ist. Eine Erkältungs-Häufigkeit von bis zu acht Infekten pro Jahr ist bei Kindergartenkindern normal und unbedenklich. Dennoch ist es bei Kindern wie auch bei Erwachsenen nicht immer einfach, eine Allergie von einem normalen Schnupfen zu unterscheiden.

Im Gegensatz zur Erkältung tritt der Heuschnupfen immer wieder zur selben Zeit auf. Und zwar dann, wenn Pollen, auf die man allergisch reagiert, in der Luft herum schwirren. Hier ist nicht nur die laufende Nase ein Indiz dafür, dass das Kind unter einer Pollenallergie leidet. Erste Anzeichen sind häufig auch Juckreiz in den Augen und in der Nase sowie Niesattacken und geschwollene Schleimhäute. Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Fieber können bei Heuschnupfen ebenfalls auftreten.

Die Symptome einer Pollenallergie zeigen sich am häufigsten bei folgenden Pflanzenpollen: Beifuß, Birke, Erle, Esche, Hassel und Gräsern.

Ein Pricktest hilft bei der Diagnose

Ein Allergologe kann mithilfe eines einfachen Hauttests, dem sogenannten Pricktest, in kürzester Zeit erkennen, ob eine Allergieneigung vorliegt oder nicht. Er gibt Aufschluss darüber, welche Art von Blütenstaub die Beschwerden verursacht. Für den Pricktest werden verschiedene Allergene auf die Innenseite des Unterarms getropft. Anschließend sticht der Arzt mit einer feinen Lanzette oder Nadel die Haut oberflächlich ein. Reagiert der Patient auf eines der Allergene, kommt es im Bereich des entsprechenden Allergentropfens nach fünf bis 60 Minuten zu Rötung oder Juckreiz.

So wird die Pollenallergie behandelt

Langfristig sollte das Kind eine Therapie machen. Diese wird außerhalb der Pollenzeit, in der Regel im Herbst, begonnen. Während dem Pollenflug wäre dies eine zusätzliche körperliche Belastung, da der Körper dem Allergen direkt ausgesetzt wird.

Große Erfolge bei Kindern ab fünf Jahren verspricht die Hyposensibilisierung, bei welcher das Immunsystem nach und nach an das Allergen gewöhnt wird. Das Allergen wird in steigenden Dosen entweder injiziert oder teilweise auch als Tabletten verabreicht. Ziel ist, das Immunsystem mit dem Allergen vertraut zu machen. Diese Art der Therapie zeigt besonders bei Kindern gute Erfolge. Der Weg dorthin ist allerdings nicht ganz ohne: Drei bis fünf Jahre muss für eine Hyposensibilisierung eingeplant werden. Auch ist die Prozedur selbst für das Kind nicht gerade angenehm. Bei jedem direkten Pollenkontakt, welcher in ein- bis zweiwöchentlichen Abständen stattfindet, sind allergische Reaktionen zu erwarten. Und Spritzen, welche die höchste Erfolgsrate versprechen, sind für viele Kinder aus Angst inakzeptabel.

Darüber hinaus kann die Pollenallergie mithilfe gängiger Allergiepräparate gelindert werden, welche von einem Allergologen verschrieben werden. Bei der medikamentösen Behandlung können bei Kindern grundsätzlich ähnliche Medikamente wie bei Erwachsenen mit Heuschnupfen zum Einsatz kommen. Das Medikament muss in jedem Fall auf Kinder zugelassen sein. Hier sollte also immer die Packungsbeilage beachtet werden. Kinder benötigen meistens eine andere Dosierung als Erwachsene.

Die wichtigsten Medikamente bei Heuschnupfen sind neben sogenannten Mastzellstabilisatoren die Antihistaminika. Nasensprays mit Kortison (Glukokortikoide) kommen eher selten zum Einsatz.

Mastzellstabilisatoren docken an den sogenannten Mastzellen an und blockieren hier die Freisetzung von Histamin, das für die allergische Reaktion verantwortlich ist. Mastzellstabilisatoren, die in Form von Augen- und Nasensprays und Tropfen verwendet werden, müssen bereits 14 Tage vor der Pollensaison eingenommen werden. Reizerscheinungen wie beispielsweise Kopfschmerzen sind vorübergehend möglich.

Antihistaminika werden sowohl lokal, beispielsweise Augentropfen und Nasensprays, als auch systemisch, als Tabletten oder Tropfen zum Einnehmen, angewendet. Diese lindern die Symptome von Heuschnupfen auf eine andere Art und Weise: Histamin wird bei der Anwendung dieser Medikamente zwar noch freigesetzt, aber die Wirkung von Histamin wird abgeschwächt bzw. aufgehoben, indem die Antihistaminika die Histaminrezeptoren blockieren. Doch nur wenn Histamin auch an den Rezeptoren andockt, kommt es zu einer allergischen Reaktion. Die Wirksamkeit der Antihistaminika bei Heuschnupfen gilt als gut und wurde auch immer wieder bestätigt. Insbesondere bei den Antihistaminika der ersten Generation kommt es allerdings immer wieder zu unerwünschten Nebenwirkungen. Müdigkeit und Benommenheit sind die häufigsten. Aufgaben, die Konzentration erfordern, können mitunter nur noch eingeschränkt ausgeführt werden, auch die Verkehrstüchtigkeit ist möglicherweise beeinträchtigt.

Auch können die Allergene täglich in Tropfenform eingenommen werden. Man spricht hier von der sogenannten sublingualen Immuntherapie (SLIT). Die Dosis wird im Laufe der Zeit nach und nach erhöht.

Eine natürlich Alternative, Heuschnupfen zu behandeln, ist Indisches Lungenkraut. Es wirkt akut und vorbeugend gegen Heuschnupfensymptome und ist dabei sehr gut verträglich.

Kinder vor einer hohen Pollenbelastung schützen

  1. Der Boden in den eigenen vier Wänden kann durch häufiges Staubsaugen von lästigen Pollen befreit werden.
  2. Teppiche sind Staubfänger und sollten aus dem Kinderzimmer verbannt werden.
  3. Auch Pflanzen können ein zusätzliches allergisches Risiko mit sich bringen.
  4. Ein häufiger Kleidungswechsel ist ratsam. Kleidung, die in der Schule oder draußen zum Spielen angezogen wurde, sollte im Idealfall nicht mit ins Kinderzimmer genommen werden.
  5. Die Haare sollten täglich vor dem Schlafengehen gewaschen werden. So werden die Pollen aus den Haaren entfernt und dadurch die Schlafqualität verbessert.
  6. Gewaschene Kleidung sollte während dem Pollenflug nicht im Freien getrocknet werden.
  7. Die Raumluft des Kinderzimmers sollte mithilfe eines Luftreinigers von Pollen befreit werden.

Noch ein Tipp zum Abschluss: Um herauszufinden, welche Pollen die Übeltäter für den Heuschnupfen des Kindes sind, dem kann das Allergietagebuch als gute Hilfestellung dienen. Einfach die Symptome möglichst täglich notieren und das Allergietagebuch beim nächsten Arztbesuch mitnehmen. Der behandelnde Arzt kann so wichtige Hinweise für die Diagnosefindung erhalten.

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