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Sex stärkt das Immunsystem? Erkältungsmythen im Check

Sex stärkt das Immunsystem? Erkältungsmythen im Check

vor 8 Monaten
 

Eine aktuelle Tempo Studie zum Thema Erkältung zeigt, dass 85 Prozent der Deutschen sich lieber mit Hausmitteln selbst kurieren, anstatt zum Arzt zu gehen. Verständlich, denn viele davon haben sich seit Jahren bewährt und die Rezepturen werden innerhalb der Familie weitergegeben. Und auch von außerhalb erhält man zu jeder Erkältung die passenden Tipps. Ob Hühnerbrühe, Wadenwickel oder Zwiebelsaft – jeder hat ein eigenes Geheimrezept parat. Doch nicht nur um Hausmittel, auch um die Erkältung selbst ranken sich alle möglichen Irrglauben. Tempo räumt mit den häufigsten Erkältungsmythen auf und erklärt, was wahr und was falsch ist. 

1. Grippe, grippaler Infekt und Erkältung sind dasselbe

Nein, das ist so nicht richtig. Grippaler Infekt und Erkältung sind dasselbe, während eine Grippe nicht nur stärkere Symptome verursacht, sondern auch deutlich länger dauert. Die Grippe wird auch Influenza genannt. Ihr Verlauf ist meistens schwieriger, mit (teilweise hohem) Fieber sowie starken Kopf- und Gliederschmerzen verbunden, sodass der Erkrankte das Bett hüten muss. Eine Erkältung ist vergleichsweise mild, wenn auch unangenehm. 

2. Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage, geht drei Tage

Diese Redensart stimmt im Kern: Eine Erkältung kommt meistens schleichend, erst der Schnupfen, dann kommen nach und nach weitere Symptome hinzu, bis sie sozusagen ihren Höhepunkt erreicht – danach wird es langsam besser. Von heute auf morgen wird man die Schnupfennase und das Halskratzen leider nicht los, auf sieben bis neun Tage muss sich eingestellt werden. 

3. Sex stärkt das Immunsystem

Laut einer Tempo Studie zum Thema „Erkältung“ glauben 38 % der Befragten, dass Sex das Immunsystem stärkt und sie dadurch schneller wieder gesund werden. Fast die Hälfte der befragten Männer ist überzeugt von dieser Wunderwaffe gegen Husten und Schnupfen. Bei den befragten Frauen sind allerdings nur 29 % der Ansicht, dass der Liebesakt das Immunsystem schneller wieder fit macht. Dabei liegt das männliche Geschlecht mit seiner Annahme gar nicht mal so falsch, denn beim Geschlechtsverkehr wird eine erhöhte Anzahl von Antikörpern und weißen Blutkörperchen im Blut gebildet – und das schützt gegen Schnupfen und Co.

4. Eine Erkältung kommt von der Kälte

Auch wenn Mutti immer sagt, dass man sich warm anziehen soll, um keine Erkältung zu bekommen, so stimmt dieser Mythos nicht ganz. Auslöser für Erkältungen sind Viren, die über die Nasenschleimhaut aufgenommen werden, zum Beispiel wenn mit der Hand an die Nase gefasst wird und so die Viren dorthin transportiert werden. Ganz Unrecht hatte Mutti trotzdem nicht: Wer sich verkühlt, schwächt das Immunsystem, und die Erreger haben leichteres Spiel. Zudem können bei schlechter Durchblutung, also wenn uns kalt ist, weniger Abwehrzellen in die Schleimhäute gelangen, um die Viren zu bekämpfen.  


5. Vitamin C beugt Husten und Schnupfen vor

Dafür gibt es leider keine wissenschaftlichen Belege. Natürlich braucht der Körper ausreichend Vitamin C – unter anderem für ein starkes Immunsystem. Allerdings hilft selbst eine Extraportion davon nicht, Erkältungen zu vermeiden. Eine gesunde Ernährung ist natürlich trotzdem wichtig und sorgt für eine stärkere Immunabwehr.  

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