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Whisky-Tasting – so erkennst du einen guten Tropfen!

Whisky-Tasting – so erkennst du einen guten Tropfen!

vor 4 Monaten
 

Du bist ein absoluter Whisky-Laie, oder noch schlimmer: du gibst dich als Profi aus, aber kannst in Wahrheit Bourbon nicht von Scotch unterscheiden? Ein Whisky-Kenner zu sein, erfordert natürlich noch mehr als nur die Sorten zu kennen. Mit unseren Tipps kannst du unter deinen angeberischen Kumpels nicht bloß mitreden, sondern auch deren hohle Phrasen entlarven. Denn Whisky perlt nicht und Blended Whisky trinkt man nicht pur oder on the rocks!


Er brennt, schmeckt rauchig und nicht allzu selten folgt auf den ersten Schluck aus der Whisky-Pulle ein Würgereiz. Nicht Jeder kann sich mit dem Alkohol anfreunden. Für harte Kerle aber ist Whisky der Durstlöscher schlechthin und es hat sich schon vor vielen Jahres eine regelrechte Szene um das Getränk herum gebildet. Die Whisky-Elite übertrifft sich nicht nur mit ehrfürchtigen und gottesähnlichen Beschreibungen, sondern auch mit immer teureren Preisen für die exklusivsten Flaschen. Aber keine Sorge, auch günstiger Whisky kann gut schmecken. Und nicht jeder, der seinen Whisky pur trinkt und drei Sätze darüber verliert, kennt sich mit der Flüssigkeit auch aus. Um auf der nächsten Party selbst mit einer soliden Whisky-Kenntnis zu punkten, haben wir für dich ein paar Tipps gesammelt.


Whisky oder Whiskey?

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Gut für Rechtschreibschwache: Beide Varianten sind richtig, solange die Verwendung korrekt ist. Denn mit Whisky wird mittlerweile der schottische und kanadische Whisky bezeichnet, während die Schreibweise mit e aus dem Irland des 20. Jahrhunderts stammt und auch von amerikanischen Brennereien übernommen wurde. Mittlerweile koexistieren beide Begriffe friedlich nebeneinander, doch wehe, der schottische wird als Whiskey beschrieben. Lesson learned!

Was ist überhaupt Whisky?

Whisky ist eigentlich nicht viel: nur Getreide, Wasser und Hefe. Doch im Herstellungsprozess kann aus diesen Zutaten eine Menge herausgeholt werden, sodass am Ende wirklich unterschiedliche Aromen zu schmecken sind. Nach der Zubereitung muss das Destillat in den USA mindestens zwei Jahre, in Irland und Schottland sogar mindestens drei Jahre gelagert werden, um offiziell als Whisky oder Whiskey bezeichnet werden zu dürfen. In der Regel lagert der Tropfen aber erheblich länger und reift dann wie Wein über Jahre hinweg zum echten Luxusprodukt.

Wie verkostet man Whisky?

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Whisky als Shot, mit Cola oder mit viel Eis? So trinkt kein wahrer Whisky-Kenner sein Getränk. Die Flüssigkeit sollte nicht gekühlt und maximal auf Raum-temperatur genossen werden, um das ganze Aroma zu erschmecken. Dass die Actionhelden aus Hollywood-Filmen ihren Whisky regelmäßig auf Eis bestellen und aus niedrigen, breiten Gläsern (Tumbler) trinken, liegt daran, dass in solch anrüchigen Kneipen schlechter amerikanischer Whisky ausgeschenkt wurde und dieser nur mit Eis zu ertragen war. Aus dem breiten Glas entfleuchen die Aromen schneller als aus bauchigen Gläsern, die sich für die Verkostung besser eignen. Wenn die Temperatur des Whiskys außerdem zu gering ist, entfalten sich die Aromen nicht vollständig und die Fette werden nicht mehr vom Alkohol gebunden, was nicht nur die Farbe, sondern auch und vor allem den Geschmack verändern kann. Nicht zuletzt verwässert das Eis auch den Whisky. Also zum Angeben immer auf Raumtemperatur verkosten! Die Verkostung besteht dann aus vier Phasen: Die Bewertung der Farbe und des Aussehens, des Geruchs (der sogenannten „Nase“), des Geschmacks und des Abgangs. Hier trennt sich in der Regel die Spreu vom Weizen, denn was spricht für einen guten Whisky?

Was zeichnet einen guten Whisky aus?

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Das Tolle am Whisky – da sind sich ausnahmsweise alle Kenner einig – ist ja gerade die geschmackliche Vielfalt des eigentlich simplen Getränks. Mit nur wenigen Zutaten entsteht je nach Zubereitung und regionalen Faktoren ein ganz eigenes Aroma, das die Profis auch meinen herausschmecken oder sogar schon riechen zu können. Riecht der Whisky rauchig, torfig oder nach Tabak? Während schottischer Malt Whisky aus den Highlands eher mild riecht und schmeckt, kommt bei dem Whisky von den Inseln ein eher rauchiges Aroma durch. Zudem hängt der Geschmack von der Lagerung im Holzfass ab. Schmeckt man vielleicht Nuancen des Alkohols der vorher drin gelagert wurde? Ist die salzige Meeresluft der Küste erkennbar? Bleibt beim Abgang ein warmes Kribbeln oder eher ein kratzendes Stechen? Die Dauer des Nachgeschmacks ist immerhin ein Zeichen für Qualität. Entscheidend dafür ist nicht zuletzt der Reifezeitpunkt. Dieser ist je nach Sorte und Art der Lagerung unterschiedlich und kann nicht pauschal bestimmt werden. Die Reife endet schon bei der Abfüllung. Das heißt, den zehn Jahre alten Single Malt noch fünf Jahre im Keller lagern zu lassen, bringt gar nichts, wenn er schon abgefüllt wurde. Aber welcher Geschmack verspricht nun den besten Whisky? Glücklicherweise gibt es auf diese Frage keine allgemeingültige Antwort. Auch die Geschmäcker der Whisky-Kenner sind verschieden und so kommt es, dass so ziemlich jede Whisky-Sorte seine eigenen Fans hat. Wenn du also vor versammelter Mannschaft ansetzst, um den billigen Blended Scotch aus dem Supermarkt zu trinken, dann darf sich auch niemand beschweren, wenn du wenigstens das Gesicht nicht verziehst nach dem Schluck. Und bloß nicht auf Ex! 

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