Loading Tempo World
Produkte schließen
Tempo World is Fresh Tempo World is Convenient
Grippeimpfung: ja oder nein? – ein Experteninterview (Teil 1)

Grippeimpfung: ja oder nein? – ein Experteninterview (Teil 1)

vor 1 Monat
 

Die echte Grippe (Influenza) gilt als ernstzunehmende Erkrankung, die nicht mit einer einfachen Erkältung gleichzusetzen ist. Eine Grippeimpfung dient als vorbeugende Maßnahme, um eine Influenza-Erkrankung zu verhindern. Aufgrund der bescheidenen Wirkung des Impfstoffs raten viele Ärzte von einer Impfung ab. Wir haben mit Ärztin Dr. Angelika Konrad über das umstrittene Thema „Grippeimpfung – ja oder nein?“ gesprochen. Hier Teil 1 von 2 unseres Experteninterviews.

Wenn man sich mit einer Grippe angesteckt hat, welche Symptome zeigen sich und wie wird die Erkrankung behandelt?


Dr. Angelika Konrad: Influenza-typische Symptome sind plötzlicher Erkrankungsbeginn, Fieber, Husten oder Halsschmerzen sowie Muskel- und/oder Kopfschmerzen, begleitet von allgemeiner Schwäche, Schweißausbrüchen, laufender Nase. Manche Menschen reagieren zusätzlich mit Übelkeit und Erbrechen.


Nicht alle mit dem Influenza-Virus Erkrankten reagieren mit den gleichen Symptomen. Etwa ein Drittel hat einen fieberhaften Verlauf, ein weiteres Drittel hat eher einen leichten Verlauf und das letzte Drittel etwa zeigt eher einen unauffälligen Verlauf.


Die Inkubationszeit dauert etwa 1 bis 2 Tage, das heißt, dies ist die Zeitdauer von der Übertragung bis zum Krankheitsbeginn. Die durchschnittliche Ansteckungsfähigkeit beträgt meistens zwischen 5 bis 6 Tagen. Die Krankheitsdauer kann jedoch abhängig von der persönlichen Konstitution sowie Risikofaktoren und Komplikationen auch wesentlich länger sein.


Viele Menschen verwechseln eine Grippe mit einem grippalen Infekt: Wie unterscheiden sich die Erreger?


Dr. Angelika Konrad: Erreger von Infektionen der oberen Luftwege können ebenfalls diese Symptomatik verursachen: zum Beispiel Rhino-Viren, Respiratorische Synzytial-Viren, humane Metapneumoviren oder Mykoplasmen. Eine sichere Unterscheidung könnte letztendlich nur durch die Labordiagnostik erfolgen.


In der Hochphase der Influenza-Erkrankung, meist nach der Jahreswende, kann die typische Influenza-Symptomatik sehr gut diagnostiziert werden.


Tempo Tipp!

Besonders in der kalten Jahreszeit haben Erkältungserreger und Grippeviren Hochsaison. Mit einfachen Maßnahmen kannst du dich effektiv davor schützen. Dazu zählt beispielsweise auch die richtige Hygiene. Neben in den Ärmel husten oder gut lüften, ist auch das Reinigen der Hände besonders wichtig. Denn über sie gelangen wir oftmals als Erstes mit Viren in Berührung. Wir begrüßen damit Geschäftspartner oder Freunde, schieben den Einkaufswagen vor uns her oder betätigen den Geldautomaten. Normalerweise solltest du während dieser Zeit keine Gelegenheit auslassen, deine Hände zu waschen, um dir die fiesen Keime vom Leib zu halten. Aber wie wir alle wissen, ist dies – besonders unterwegs im Alltag oder auf Reisen – gar nicht so einfach. Für solche Fälle empfehlen wir dir unser Tempo fresh to go Protect mit antibakteriellem Wirkstoff. Die Feuchttücher haben die perfekte Packungsgröße, sodass sie nahezu in jede Handtasche passen. So kannst du dich unterwegs jederzeit und wo immer du willst erfrischend und dich hygienisch sauber fühlen.

Würden Sie eine Grippeimpfung empfehlen? Also, ist Grippe wirklich so gefährlich, dass man sich dagegen impfen lassen sollte? Die bescheidene Wirkung des Impfstoffs ist ja ein Grund, warum viele Ärzte bei der Grippeimpfung eher skeptisch sind.


Dr. Angelika Konrad: Die Grippeschutzimpfung soll die echte Grippe verhindern oder im Verlauf abmildern. Vor harmlosen Infekten wie Erkältungen oder sogenannten grippalen Infekten schützt die Grippeimpfung nicht. Erreger der Influenza sind Orthomyxoviren, die in die Typen A, B und C unterteilt werden. Nach Untersuchungen liegt die Wirksamkeit einer Grippeschutzimpfung zwischen 40-60% - je nach Übereinstimmung der Impfstämme in der Impfung und den zirkulierenden aktuellen Influenza-Erregern.


Eine Impfung erreicht dennoch bei vielen Geimpften eine hohe Schutzwirkung. Es kann zumindest die Symptomatik einer Grippe abschwächen, sodass schwerwiegende Folgeerkrankungen mit Krankenhauseinweisungen vermieden werden können. Menschen mit einer chronischen Abwehrschwäche sollten sich jährlich impfen lassen. Dazu zählen vor allem Personen mit Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus), Herz- oder Atemwegsproblemen.


Die Grippeimpfung wirkt nur ein Jahr lang. Warum? Wirkt die Grippeimpfung dann auch noch bei der zweiten Virenwelle im März, wenn ich im Oktober/November geimpft wurde?


Dr. Angelika Konrad: Der richtige Zeitpunkt für die Grippeimpfung liegt im Herbst, also in der Zeit von September bis November, wenn der Impfstoff zur Verfügung steht. Die Grippeschutzimpfung muss jedes Jahr durchgeführt werden, da sich die Erreger bereits im Jahresrhythmus so verändern können, dass eine jährliche Anpassung mit einer neuen Zusammensetzung des Grippeimpfstoffes erfolgen muss.


Der Impfstoff wirkt, wenn der Viren-Cocktail stimmt, auch noch in der zweiten Grippewelle im Februar/März. Eine spätere Impfung zu Beginn des Jahres ist meist noch sinnvoll. Insbesondere, wenn die Grippewelle noch nicht eingesetzt oder gerade erst begonnen hat.


Passende Produkte

Ähnliche Artikel

Tempowelt

Tempo Produkte
online kaufen