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Polarlichter – ein Naturschauspiel der besonderen Art

Polarlichter – ein Naturschauspiel der besonderen Art

vor 9 Monaten
 

Die Entstehung von Polarlichtern lässt sich heute zwar wissenschaftlich erklären, ihre Magie haben sie sich aber trotzdem bewahrt. Wenn du dieses beeindruckende Naturschauspiel einmal miterleben möchtest, empfehlen wir eine Reise nach Skandinavien – am besten im Winterhalbjahr. Warum das so ist, kannst du hier erfahren.

Jeder, der einmal ein Polarlicht live gesehen hat, kann sehr gut verstehen, warum die Menschen früherer Jahrhunderte großen Respekt, wenn nicht sogar Angst davor hatten. Vielfach wurden die Lichterscheinungen am Himmel als Prophezeiung von Feuer, Krieg und Blutvergießen gedeutet. Und selbst der moderne, aufgeklärte Mensch kann sich ihrer besonderen Faszination nur schwer entziehen.

Was sind Polarlichter und wie entstehen sie?

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Auf der Oberfläche der Sonne finden fortwährend starke Eruptionen statt. Dabei werden elektrisch geladene Teilchen (Elektronen und Protonen) ins Weltall geschleudert, die als Sonnenwind auf das Magnetfeld der Erde prallen. Dort bewegen sich die Partikel entlang der magnetischen Feldlinien zu den beiden Polen hin und dringen in die Ionosphäre (oberste, dünne Schicht der Erdatmosphäre) ein, wo sie mit hoher Geschwindigkeit auf Gasmoleküle wie Sauerstoff oder Stickstoff treffen.

Die beim Zusammenprall freiwerdende Bewegungsenergie wird in Licht umgewandelt. Seine Farbe hängt vom jeweiligen Gasmolekül ab. Sauerstoff strahlt rot oder grün, Stickstoff violett. Wenn solche Kollisionen in sehr großer Zahl gleichzeitig stattfinden, kommt es zu großflächigen Lichterscheinungen, den Polarlichtern.


Wo und wann sind Polarlichter am besten zu sehen

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Da die elektrisch geladenen Teilchen des Sonnenwindes zu beiden Polen hinwandern, ereignen sich Polarlichter stets gleichzeitig rund um den magnetischen Nord- und Südpol. Das Nordlicht wird Aurora borealis, das Südlicht Aurora australis genannt. Je näher man sich an einem der beiden magnetischen Pole befindet, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit Polarlichter zu erleben. Um sie sehen zu können, muss es dunkel und der Himmel klar sein. Je dunkler, desto intensiver und beeindruckender sind die Polarlichter.

In den Monaten Oktober bis März ist das vor allem in den Regionen der Fall, die innerhalb des nördlichen Polarkreises mit z. T. tage- und wochenlanger Dunkelheit liegen. Neben Island sind es vor allem Schweden, Norwegen, Finnland, Grönland, Alaska, das nördliche Kanada und Nordsibirien, die zu einer Polarlicht-Reise einladen. Im Schnitt kann man dort im Winter einmal pro Woche mit einem Nordlicht rechnen. Du solltest also mindestens eine, besser noch zwei Wochen für deine Reise einplanen, dann hast du sehr gute Chancen auf Polarlichter.

Rund alle 11 Jahre sind die Sonneneruptionen besonders heftig. Dann treten Polarlichter mit größerer Intensität auf und können sogar in Mitteleuropa beobachtet werden.


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