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Männersache: Baumhaus bauen

Männersache: Baumhaus bauen

vor 3 Monaten
 

„Papa, baust du uns ein Baumhaus?“ - Ja, wirklich Papa… warum denn eigentlich nicht? Dein verstaubter Werkzeugkasten in der Abstellkammer hatte doch irgendwann mal einen höheren Sinn als nur hin und wieder als Leiter für die Konserven ganz oben im Regal herzuhalten. Deine Oberarme könnten auch mal wieder etwas Anstrengung vertragen. Und noch heute erzählst du von deinen herausragenden Noten im Werkunterricht. Worauf wartest du also: Ab in den Baumarkt und hoch auf den Baum im Garten.

Jedes Kind wünscht sich früher oder später einmal ein Baumhaus. Als Rückzugsort, wenn die Eltern mal wieder unnötige Ermahnungen ausgesprochen haben. Als Clubhaus für die Freunde. Oder einfach als königliche Residenz für Rollenspiele. Wer seinen Kindern diesen Wunsch erfüllen möchte, muss natürlich etwas handwerkliches Geschick und grundsätzliches Know-How mitbringen. Eigentlich ist der Bau eines Baumhauses aber auch kein Hexenwerk – mit ein paar Tipps entsteht das Haus fast von ganz alleine.

Die Planungsphase

Im Optimalfall steht im eigenen Garten bereits ein geeigneter Baum. Das nächste Waldstück würde sich notfalls auch anbieten, nur müsste dort erst der zuständige Förster gefragt werden – ansonsten hängt das Haus unter Umständen nicht allzu lange am Baum. Als geeignete Bäume gelten Buchen, Fichten, Linden, Tannen, Apfel- und Birnbäume sowie Eichen. Diese sollten bereits kräftig gewachsen sein und mehrere Meter in die Höhe ragen. Der Baumstamm sollte mindestens eine Dicke von 70 cm haben. Dann musst du darauf achten, dass der Stamm an einer Stelle zwei bis drei dicke, tragfähige Äste auf gleicher Höhe hat. Darauf wird später nämlich die Plattform platziert. Zwei Meter über dem Boden ist bereits eine gute Höhe, da sonst die Verletzungsgefahr bei Stürzen zu sehr steigt. 

Die Materialliste

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• Hartholzbretter für Boden- platte, Wände und Dach

• Rundhölzer als Auflagefläche für die Bodenplatte

• Lange, kräftige Schlüsselschrauben zur Befestigung dicker Vierkanthölzer bzw. Bohlen am Baumstamm

• Vierkanthölzer als Stützpfeiler oder Streben sowie als Rahmen für das Dach

• Winkel für die Sicherung aller Ecken des Hauses

• Kant- oder Rundhölzer als Geländer, falls die Plattform einen Außen- bereich hat

• Dachpappe für die Innenabdichtung des Dachs und Holzlack

• Strickleiter für den Eingang

• Und natürlich das entsprechende Werkzeug und die Schutzausrüstung für die Operation am offenen Stamm

Die Plattform

Der schwerste Teil der Konstruktion kommt gleich zu Beginn. Die Plattform muss immerhin bei Wind und Wetter die weiteren Kilos an Holz und Bewohnern tragen. Wenn der Baum bereits über mehrere möglichst waagerechte Äste verfügt, spart er dir zumindest ein paar Mühen. Wer am nackten Stamm bauen möchte, muss vorher mit Schlüsselschrauben die Grundlage für die Plattform in den Stamm setzen. Diese muss ja auf etwas Tragfähigem abliegen. Die Plattform wird dann aus Rundhölzern in rechteckiger Form angeordnet und um den Stamm herum befestigt. Erst danach kommt der eigentliche Boden, indem die Bretter auf dem rechteckigen Gerüst vernagelt oder verschraubt werden. Erst, wenn diese Konstruktion sicher erscheint und ein paar vorsichtige Härtetests überlebt hat, solltest du fortfahren.

Wände, Gerüst und Dach

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Mit den Vierkanthölzern wird nun der Grundriss für das Haus abgesteckt. Entweder werden die Grundpfeiler in jede Ecke der Plattform gesetzt oder auf einer kleineren Fläche, um noch Platz für eine Veranda zu lassen. Sind die Pfeiler errichtet, können sie mit den Brettern verkleidet werden. Idealer- weise überlappen die Bretter jeweils nach unten gerichtet, da so der Regen nach unten abläuft und nicht durch die Ritzen nach innen kommt. Anschließend kommen vier weitere Querstreben auf die Pfeiler und ein Dachstuhl, der mit Brettern verkleidet wird, die entweder ebenfalls überlappt vernagelt oder später einfach mit Dachpappe eingedeckt werden. Fenster können natürlich optional eingesägt und gerahmt werden oder vorher bereits in die Verkleidung mit eingeplant werden. Um das Holz beständiger zu machen, wird das Haus noch lackiert. Nun muss nur noch die Strickleiter gut befestigt werden, schon haben die Kinder ein eigenes Spielhaus in luftigen Höhen – und du hast im Notfall einen Rückzugsort, wenn die Luft im Haus mal dick wird!

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