Loading Tempo World
Produkte schließen
Tempo World is Fresh Tempo World is Convenient
Heuschnupfen: 6 Fragen an Dr. Volker Melichar

Heuschnupfen: 6 Fragen an Dr. Volker Melichar

vor 4 Monaten
 

Schwere Zeiten für Pollen-Allergiker – laut einer Ipsos-Studie im Auftrag von Tempo (März 2017) sagen alle 16 % der Betroffenen, dass sie den Frühling und Sommer aufgrund ihrer Allergie nicht richtig genießen können. Was die Ursache von Heuschnupfen ist und wie man sich am besten vor dem Pollenflug schützen kann, erklären Tempo und Dr. Volker Melichar, Sprecher des Allergiezentrums Erlangen und Oberarzt im Universitätsklinikum Erlangen.

Dr. Melichar, warum heißt es eigentlich Heuschnupfen und was ist die Ursache?

Der Begriff „Heuschnupfen“ stammt aus dem 19. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde erstmals beobachtet, dass Menschen beim Kontakt mit Gras oder Heu schnupfenartige Reaktionen zeigten. Eigentlich handelt es sich bei Heuschnupfen aber um eine Allergie gegen Pollenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide oder Kräutern. Eine Allergie ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems durch die der Körper gegen bestimmte Stoffe Antikörper produziert. Jeder Patient reagiert allerdings anders, da die vielen Pollen verschiedene Reaktionen in unterschiedlichen Stärken hervorrufen können. 

Warum habe ich Heuschnupfen? Ist er vererbbar?

Warum genau Heuschnupfen entsteht und wie es zu der Abwehrreaktion des Körpers kommt, ist bisher nicht eindeutig erwiesen. Klar ist jedoch, dass die Art und Weise der Reaktion zum großen Teil erblich ist. 

Ab wann sollte ich mit Heuschnupfen zum Arzt gehen?

Besteht der akute Verdacht einer Allergie gegen Pollen, sollte ein Allergologe aufgesucht werden, um sich einem Allergietest zu unterziehen. So kann auch herausgefunden werden, welche Pollen genau der Auslöser der Allergie sind.

Ist Heuschnupfen heilbar?

Heuschnupfen ist teilweise „heilbar“. Durch die sogenannte Hyposensibilisierung können wir einen großen Teil der Menschen mit Heuschnupfen von Symptomen befreien oder diese deutlich abschwächen. Bei einer reinen Gräser-Allergie beispielsweise ist die Erfolgswahrscheinlichkeit relativ hoch: Rund 80-90 Prozent der Patienten konnten von ihren Beschwerden befreit werden.

Hat meine Ernährung auch einen Einfluss auf die Allergie?

Eine besonders gesunde, ausgewogene Ernährung ist empfehlenswert, kann einen Heuschnupfen aber nicht verhindern. Andersherum kommt es bei Personen mit Heuschnupfen oft vor, dass sich Kreuzallergien gegen bestimmte Lebensmittel entwickeln, bspw. gegen Kernobst. 

Was hilft, wenn es in der Nase kribbelt und was gehört unbedingt in die Hausapotheke?

Was man das ganze Jahr über in seiner Hausapotheke vorrätig haben sollte, sind sogenannte „Anti-Histaminika“. Das sind Anti-Allergie Tabletten, die die Symptome schwächen. Ob z.B. Asthmasprays benötigt werden, kommt auf das Krankheitsbild an. Der behandelnde Arzt hilft hier weiter. Da die meisten Betroffenen permanent unter einer laufenden Nase leiden, ist es außerdem ratsam, besonders weiche Taschentücher dabei zu haben, um die strapazierte Nase zu schonen. 

Ähnliche Artikel

Tempowelt