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Erkältung in der Schwangerschaft: Die besten Tipps von der Expertin

Erkältung in der Schwangerschaft: Die besten Tipps von der Expertin

vor 9 Monaten
 

Wenn Erkältungsviren die Runde machen, bleibst auch du als Schwangere nicht verschont. Husten, Schnupfen, Hals- und Kopfschmerzen sind nicht nur nervig, sondern belasten dich meistens besonders stark. Gleichzeitig sind viele Frauen verunsichert, was Medikamente und Hausmittel angeht – welche dürfen wirklich bedenkenlos eingenommen werden? Und welche Hausmittel sind die richtigen? Zusammen mit der Hamburger Hebamme Michelle Sommer hat Tempo die wichtigsten Fragen beantwortet und hilfreiche Tipps zusammengestellt. 


Dürfen Schwangere gar keine Erkältungsmedikamente einnehmen?

Es gibt einige wenige Medikamente, die du als werdende Mutter einnehmen darfst. Dabei solltest du die Einnahmedauer aber immer so kurz wie möglich halten. Bei Schmerzen und Fieber ist Paracetamol das Mittel der Wahl. Beim Nasenspray sollte auf den Wirkstoff Xylometazolin, bei Hustensaft auf Ambroxol zurückgegriffen werden. Antibiotika hingegen sollte nur bei nachgewiesenem Bedarf, also wenn es wirklich gar nicht mehr anders geht, und auf Anraten eines Arztes angewendet werden.


Wie können werdende Mütter sich denn anderweitig Linderung verschaffen?

Als schwangere Frau sind Ruhe und Auskurieren das A und O! Du solltest darauf achten, Erkältungen nicht zu verschleppen – eine Krankschreibung ist empfehlenswert, um sich vernünftig erholen zu können. Homöopathie und Hausmittel sind grundsätzlich erlaubt.

Folgende Tipps könnten dir als erkältete Schwangere helfen:

  • Inhalieren mit Kochsalzlösung (0,9 Prozent) oder Kamille.
  • Gurgeln mit lauwarmem Salzwasser.
  • Erkältungsbäder bei 37 bis 38 Grad Celsius: Hierbei können klassische Badezusätze verwendet werden, wenn in der Packungsbeilage keine Gegenanzeige vermerkt ist; dabei aber genau auf Temperatur und Dosierung achten.
  • Natürliche Öle: Mandarinenöl gilt als beruhigend und entspannend, Orangenöl als fiebersenkend und beruhigend für das Herz-Kreislauf-System. Öle sollten mit Bedacht angewendet werden und gehören nicht unverdünnt auf die Haut, besser mit einem neutralen Öl verdünnen, als Badezusatz oder für Duftlampen verwenden. Sie sollten außerdem zu 100 Prozent natürlichen Ursprungs sein.


Sind alle Hausmittel unbedenklich oder sollte hierbei etwas beachtet werden?  

Prinzipiell sind die klassischen Hausmittel von Oma unproblematisch. Bei Kräutertees solltest du als Schwangere vorsichtig sein und Minze, Pfefferminze und Salbei meiden. Auch von Ingwer und Ingwertee ist abzuraten. Unbedenklich sind dagegen Kamillentee, Holunderblüten- und Lindenblütentee.


Ist es denn empfehlenswert, Medikamente zur Vorbeugung und Unterstützung der Immunabwehr, also etwa Echinacea, einzunehmen?

Nein, Mittel wie Echinacea oder ähnliche sollten nicht eingesetzt werden. Wer prophylaktisch etwas tun möchte, kann zum Beispiel auf Schüßlersalze zurückgreifen.


Ab wann sollte ich in der Schwangerschaft einen Arzt aufsuchen?

Das lässt sich so pauschal nicht beantworten, da es bei dir anders sein kann als bei anderen Schwangeren. Indikationen für einen Arztbesuch wären auf jeden Fall schnell steigendes oder auch langanhaltendes Fieber. Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit, die über einen längeren Zeitraum andauern, sind ebenfalls Gründe für einen Besuch bei deinem Arzt, da sonst die ausreichende Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme gefährdet sein könnte. Du als werdende Mutter solltest hier auf deinen Bauch hören und auf dein individuelles Befinden achten.


Über Michelle Sommer 

Michelle Sommer ist seit März 2015 Hebamme. Nach mehreren Praktika begann sie 2012 die Ausbildung zur Hebamme in der Hamburger Asklepios Klinik Barmbek, während der sie über 70 Kinder auf ihrem Weg in die Welt begleitete. Seit April 2015 ist sie außerdem zertifizierte Therapeutin für Kinesiologisches Taping, seit Januar 2016 Kooperationspartnerin der Familienwiege, eines Komplettangebots aus Still-, Trage- und Beikostberatung sowie Fitness für Mütter.


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