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Brau dir dein Pils selbst!

Brau dir dein Pils selbst!

vor 4 Monaten
 

Zum Thema Bier gibt es mittlerweile mehrere Studien, wie beispielsweise, dass es die Herren der Schöpfung glücklicher macht. Oder auch, ganz zum Vorteil der Frauen, dass es die Performance des Mannes im Bett deutlich steigern soll. Doch Studien hin oder her, eins steht auf jeden Fall fest: Ein (oder zwei, drei, vier…) Bier erfreut nun mal den Gaumen jedes Mannes!

Und was gibt es besseres als sein eigenes Bier zu schlürfen?! Ganz nach dem Motto „Selbst ist der Mann“ haben wir für dich eine Anleitung, wie du dein Bier selber braust. Zukünftig musst du nicht mehr an der nächsten Tanke dein Feierabendbierchen kaufen, sondern kannst ganz entspannt dein selbst gebrautes, kühles Pils genießen. Also, nichts wie ran ans Werk!


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Da du ja sicherlich keinen (Bayer) verärgern und gegen das Reinheitsgebot verstoßen möchtest, braust du dein Bier mit Hopfen, Malz, Hefe und Wasser und ohne Zucker.

Du brauchst für circa 10 Liter:

  • 2 Kilo Malz
  • 1 Gramm Hopfen
  • 20 Gramm Bierhefe
  • 10 Liter Leitungswasser
  • Jod
  • Bierspindel (zur Messung der Stammwürze)
  • 1 großer Kochtopf (10 Liter)
  • 2 große Eimer
  • 1 Kochlöffel
  • 1 grobmaschiges Küchensieb
  • Flaschen mit Bügelverschluss

1. Das Maischen

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Beim ersten Schritt, dem Maischen, wird der Zucker aus dem geschroteten Malz gewonnen und später von der Hefe zu Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Dafür erhitzt du 10 Liter Wasser in einem großen Kochtopf auf circa 65 °C. Gib dann das Malz unter ständigem Rühren hinzu. Pass bloß auf, dass keine Klumpen entstehen! Danach hältst du die Hitze konstant auf 63°C. Und warum? Weil sich durch die sogenannte Eiweißrast Eiweißketten bilden, die für eine perfekte Schaumkrone sowie die Spritzigkeit verantwortlich sind. Nach circa 15 Minuten das Gemisch nochmal Vollgas auf 71°C aufdrehen, damit die Hefe in einem späteren Schritt den unnötigen Zucker in nötigen Alkohol umwandeln kann.

2. Der Jodtest

In einem kurzen Zwischenschritt solltest du checken, ob in dem Gebräu noch Stärke vorhanden ist. Verfärbt sich das Wasser-Malz-Gemisch gepaart mit ein paar Tropfen Jod blau-rot, nochmal auf maximal 77°C aufheizen. Bei braun-gelb ist alles Bingo und du kannst zum nächsten Schritt übergehen.

3. Das Läutern

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Beim Läutern wird das Malz von der Flüssigkeit getrennt. Um das Feste vom Flüssigen zu trennen, gießt du das Gemisch durch ein Küchensieb. Tatata, vor dir steht nun die „Würze“, die später dein Bier sein wird. Damit auch kein gutes Tröpfchen verloren geht, übergießt du die festen Malzreststoffe am besten nochmal mit 77°C heißem Wasser. Mit der Bierspindel kannst du anschließend die Stammwürze messen. Diese sollte circa 11% Malz betragen. Bei mehr müssen die Reststoffe noch einmal ordentlich ausgewaschen werden.

4. Das Hopfenkochen

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Nun kommt der gute Hopfen, die Seele des Bieres, zur Würze, der dein Bier mit dem richtigen Aroma und der Bitterkeit aufmotzt. Die Würze soll 60 Minuten ohne Deckel leicht vor sich hin blubbern. Nach etwa 10 Minuten Kochzeit gibst du den Hopfen dazu. Der Hopfen sowie Trubstoffe müssen da jetzt wieder rausgefiltert werden. Den Sud z.B. über ein Tuch in einen neuen Eimer schütten, so dass er dunkel und klar aussieht.

5. Gärung

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Im nächsten Schritt kommt die Hefe ins Spiel, die nun wohl die wichtigste Aufgabe hat: Angriff auf den Zucker und ihn in Alkohol und Kohlensäure verwandeln. Wow, plötzlich nennt man dich auch David Copperfield! Für diesen Zaubertrick musst du die Würze zunächst auf circa 9°C – 15°C runterkühlen. Hier hilft ggf. ein Wasserbad. Dann gibst du die Hefe hinzu und rührst den Sud in der ersten Stunde ein paar Mal um. Zudecken und ruhen lassen bis die Bierspindel 4% Stammwürze anzeigt.

6. Das Abfüllen

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Zum Abfüllen – und damit wir uns richtig verstehen – des Bieres, eignen sich am besten Flaschen mit Bügelverschluss. Die Flaschen zu 90% befüllen, verschließen und bei Zimmertemperatur zwei bis drei Wochen weiterreifen lassen. Danach weitere drei bis fünf Tage in den Kühlschrank, so dass die Nachgärung gestoppt wird.

7. Der Genuss

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Jetzt kannst du dir auf die Schulter klopfen und mit deinen Kumpels dein selbstgebrautes Bier genießen. Prost!

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