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BBQ mal anders – 5 Grillgewohnheiten aus anderen Kulturen

BBQ mal anders – 5 Grillgewohnheiten aus anderen Kulturen

vor 4 Monaten
 

Die schnelle Bratwurst vom Einweggrill, die tagelange Räuchervariante oder das minimalistische Braten über offenem Feuer – das BBQ ist in jeder Kultur eine Männer-Leidenschaft für sich. Und auch, wenn dein selbst mariniertes Nackensteak garantiert die Krönung der Grillkunst ist, ein paar Inspirationen aus anderen Kulturen lohnen sich doch allemal.


Am Grill sind wir alle gleich. Mit der Grillzange in der einen, der Bierdose in der anderen Hand und einer dreckigen Schürze vor dem Bauch stehst du teilweise stundenlang vor der Glut mit dem Verlangen nach einem guten Stück Fleisch. Dabei geht es ja eigentlich nicht um das Fleisch, sondern schon eher um das Bier, also um Geselligkeit. Der Hans-Wurst neben dir mit seinem lachsfarbenen Polo-Hemd wirkt am Grill gar nicht mehr so abgehoben. Und der sonst so nervige Nachbar hat sogar eine gute Idee, wie die Kohle schneller zündet. Prost! Kein Wunder, dass Männer am Grill zusammenfinden. Seit vor rund einer Millionen Jahren das Feuer von unseren Vorfahren verwendet wurde, um Fleisch und anderes Essen zu garen, ist das Grillen Bestandteil unseres Lebens – überall auf dem Globus. Ob vom Nachbarn, aus den USA oder aus Australien – gute Inspirationen gibt es überall. Wir haben dir die besten herausgesucht! 


Nordamerika – American Barbeque

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Zwar stammt der Begriff Barbeque wohl eigentlich aus dem Französischen (“Barbe à cul” heißt auf Deutsch “von der Mähne bis zum Hinterteil”), doch die Abkürzung BBQ ist in etwa so eng mit der USA verbunden wie das Light Beer. Im Gegensatz zum Bier haben es die Amis aber wirklich drauf, wenn es ums Grillen geht. In vielen Bundesstaaten steht das BBQ auch für etwas ganz anderes als hierzulande. Oder hast du dein Fleisch schon einmal über einen Tag lang garen lassen? Das BBQ gehört in solchen Fällen eher zu den indirekten Grillmethoden, bei denen oft auch riesige Fleischportionen bei relativ niedrigen Temperaturen knapp über 100° C für mehrere Stunden im Smoker-Grill geräuchert werden. Besonders beliebt sind dabei Spareribs, Schulter vom Schwein oder Rinderbrust. Das lange Garen des Fleischstücks bei niedriger Temperatur hat natürlich auch einen Vorteil: Im Gegensatz zum Einweggrill, der das Fleisch sozusagen „schock-erhitzt“, wird die amerikanische Variante super zart und geschmacklich intensiv. Da lohnen sich alle Mühen im Vorfeld. Die aufwendige Zubereitung macht den Verzehr schließlich zum echten Happening. Die gesamte Nachbarschaft wird eingeladen und anstatt eines schnellen Grillabends gibt es hier eine riesige BBQ-Party!

Südamerika – Asado

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In Argentinien steht Fleisch ganz weit oben auf dem Speiseplan. Das argentinische Rumpsteak ist auch über die Landesgrenzen hinweg berühmt-berüchtigt. Kein Wunder, dass das BBQ in dem südamerikanischen Land den Steaks in nichts nachsteht. Das Asado (spanisch für „Gegrilltes“) ist fast schon die Lieblingsbeschäftigung der Männer dort und entsprechend groß wird das Grill-Erlebnis hier zelebriert. Ähnlich wie in der USA ist der Aufwand für das typische Asado nämlich immens. Über Holz oder Holzkohle werden große Fleischstücke oder sogar ganze Tiere langsam gegart. Beim Asado con cuero wird das Tier dem Namen entsprechend sogar im Fell gegart und schließlich komplett verwertet. Was erst einmal sehr rabiat klingt, entpuppt sich spätestens beim Essen als absoluter Geheimtipp. Die natürliche Isolierung durch die zwischengelagerte Fettschicht macht das Fleisch am Ende sehr saftig und zart. Auch in Deutschland haben Grill-Begeisterte diesen Trend bereits kopiert und veranstalten regelmäßig Asados. Unter deinen Kumpels ist das Asado auf jeden Fall eine ideale Möglichkeit, deinem Ruf als Grillmeister gerecht zu werden. 

Afrika – Braai

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Während Grillen in den USA eine Wissenschaft für sich und entsprechend aufwendig ist, erfreuen sich viele Kulturen in Afrika am minimalistischen Gegensatz. Beim südafrikanischen Braai (was so viel heißt wie „braten“) steht eher der spontane und ungezwungene Charakter im Vordergrund. Freunde oder Familien kommen an einer offenen Feuerstelle zusammen, um nicht nur schnell und hastig das Fleisch oder den Fisch zu grillen und zu essen, sondern um eine schöne Zeit miteinander zu haben. Grillkohle findet man hier also eher selten, da der Spaß sonst zu schnell ein Ende hätte. Mit einem Stock über der offenen Flamme werden hier nicht nur die Standard-Fleischsorten gegrillt, auch exotische Tiere wie Strauß oder Springbock finden ihren Weg auf den Teller. Selbstverständlich greifen viele Afrikaner aber auch gerne zur Grillwurst. Diese ist jedoch nicht gerade, sondern gerollt wie eine Schnecke. Da staunt die Menge nicht schlecht, wenn deine riesige afrikanische „Boerewors“ den gesamten Grillrost für sich beansprucht!

Asien – Street Food vom Grill

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Sehr bekannt in Asien ist das sogenannte „Street Food“. Auf den Straßenmärkten in den asiatischen Metropolen wandert so ziemlich alles, was essbar ist, auf den Grillrost oder in den Wok über kleinen Feuerstellen. Dabei findet sich viel exotisches, abstoßendes aber auch super leckeres Grillgut to go. Sehr heiße Temperaturen lassen das Essen schnell garen, was zur belebten Atmosphäre auf den Märkten passt. Besonders Mutige haben sich schon einmal durch die fernöstlichen Köstlichkeiten probiert. Aber hast du schon einmal Skorpion am Spieß gegessen? Zugegeben: Solch Krabbelgetier ist nicht jedermanns Sache. Doch Insekten vom Grill – etwa Heuschrecken oder Mehlwürmer – sind nicht nur total männlich (viele Proteine für den Muskelaufbau), sondern auch gesund und ökologischer als das Fleisch aus dem Supermarkt. Dazu gibt es frisches gegrilltes Gemüse und scharfe Saucen mit Curry, Chili oder Limette. Ist das keine gute Idee für deinen nächsten Grillabend? 

Australien – öffentliche „Barbies“, überall!

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Dass in Down Under so manches anders läuft als auf den übrigen Kontinenten, ist kein Geheimnis mehr. Sommer ist Winter, Winter ist Sommer, das Wasser läuft entgegen dem Uhrzeigersinn ab und die Volkssportart ist Cricket. Aber auch beim Grillen müssen Urlauber sich beim Aufenthalt in Australien erst an so manche Gepflogenheiten gewöhnen. Ins Auge fallen als erstes die zahllosen öffentlichen Grills, die jeder frei und kostenlos benutzen darf. Aus Dankbarkeit und Anstand werden diese Plätze auch nach wilden Abenden immer sauber gehalten. Und wild kann es beim „Barbie“, wie es die Australier nennen, oft werden. Hier fließt der Alkohol locker und der Spaß steht über allem. Kulinarisch hat das BBQ in Australien aber auch einiges zu bieten. Vom Känguru- oder Krokodil-Steak über riesige Straußenei-Omelettes bis hin zu dem an den Küsten legendären Shrimp-Burger. Die Aussies beweisen Geschmack am Grill, der auch deinem Teller stehen würde. Shrimps gibt es im Gegensatz zum Känguru auch hierzulande in jedem normalen Supermarkt. Aber das soll keine Ausrede sein, nicht einmal die exotischen Köstlichkeiten wie Kängurusteak, Heuschrecke, Springbock oder Asado con cuero zu probieren. Also: Mann oder Maus?

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